
Wer Bienenvölker halten möchte, braucht nicht unbedingt einen eigenen Garten. Oft findet man auch jemanden im Verwandten oder Freundeskreis, der bereit ist, seinen Garten oder sein Wochenendgrundstück zur Verfügung zu stellen. Gut geeignet sind auch Waldränder oder windgeschützte Wiesen. Man kann dazu mit dem Förster oder den Bauern Kontakt aufnehmen, denen die entsprechenden Wiesen gehören. Optimal ist ein Standort, in dessen näherem Flugradius (bis zu 3 km) viel abwechslungsreiches Grün zu finden ist, wie z. B. Klein- und Vorgärten, Parkanlagen, Streuobstwiesen, Alleen, Misch- und Nadelwald. Da Bienen sonnige, warme und trockene Plätze bevorzugen, empfehlen wir, den Standort nach Süden (auch Süd westen oder Südosten) auszurichten.
Vorsorglich sollte jeder Bienenstock so aufgestellt werden, dass für Nachbarn und Anwohner keine wesentlichen Beeinträchtigungen entstehen. Hauptsächlich stechen ältere Bienen eines Volkes, die zum Flug- loch ein- und ausfliegen und dabei nicht gestört werden sollten. Darum werden Bienenstandorte immer so gewählt, dass der Bienenflug nicht direkt übereinen Weg führt. Man kann die Flugrichtung auch durch hohe Hecken oder Zäune ablenken. Wenn Bewohner auf benachbarten Grundstücken Gefahr laufen, häufig gestochen zu werden, kann das Bienenzüchten per Gerichtsbeschluss untersagt werden. Leiden die Nachbarn bekanntermaßen an einer Bienengiftallergie, ist der gewählte Standort nicht für eine künftige Bienenhaltung geeignet.
